Ceylon

Ceylon - Sri Lanka Briefmarken:

Die Nationalflagge Sri Lankas zeigt einen goldenen Löwen vor einem weinroten Hintergrund, der ein Schwert (kastane) in seiner rechten Vorderpfote hält. In jeder der vier Ecken dieses Flaggenteils ist das goldene Blatt eines Bodhibaums zu sehen, deren Blattspitzen auf den Löwen im Zentrum gerichtet sind.


Der Löwe steht dabei für die Tapferkeit, während die vier Blätter die vier buddhistischen

 „himmlischen Verweilzustände“, 

Metta (Güte), 

Karuna (Mitgefühl), 

Mudita (Mitfreude) und 

Upekkhā (Gleichmut),


symbolisieren.


Im linken Teil der Flagge sind zwei gleich große vertikale Streifen platziert, die in den Farben Grün (Mastseite) und Safran gehalten sind und die beiden großen Minderheitengruppen des Staates repräsentieren.


Der safranfarbene Streifen steht für die Volksgruppe der Tamilen, der grüne für die muslimischen Bewohner Sri Lankas.

Der weinrote Hintergrund steht für Singhalesen, die Mehrheit der Bewohner des Landes. Die gelbe Umrahmung, die die Flagge wie auch die Streifen umgibt,

repräsentiert Einheitlichkeit des Landes.

Sri Lanka wurde über zwei Jahrtausende von verschiedenen lokalen Königreichen regiert, bis im 16. Jahrhundert große Teile der Insel von den Portugiesen und danach von den Niederländern kolonisiert wurden. Nur das Königreich Kandy im Hochland der Insel konnte sich gegen die Kolonisatoren behaupten. 1815 jedoch wurde schließlich das ganze Land Teil des Britischen Weltreichs,

Die Nachfahren der sogenannten Yakkas, die Veddas, leben noch heute auf Sri Lanka. Durch die Rodung des Dschungels und die Umwandlung in Ackerland wurde schon früh ihr Lebensraum zerstört. Sie wurden in Dörfer umgesiedelt, wo sie sich mit Singhalesen und Tamilen vermischten. Noch kritischer wurde es für die indigene Bevölkerung im 20. Jahrhundert, als sie durch Siedlungsprojekte immer mehr aus ihren angestammten Lebensräumen vertrieben wurde. Heute leben nur noch wenige von ihnen ganz nach ihren Traditionen. Man schätzt, dass es noch circa 600 Veddas gibt, womit sie eine deutliche Minderheit der Landesbevölkerung bilden und vom Aussterben bedroht sind. Somit droht den Veddas das Schicksal aller indigenen Völker. Sie werden aufgrund von Assimilation ihre eigenständige Kultur und Sprache in absehbarer Zeit verlieren.

Im Juni 1947 wurde Ceylon britisches Dominion, am 4. Februar 1948 schließlich unabhängig innerhalb des Britischen Commonwealth. Am 22. Mai 1972 wurde Ceylon eine Republik mit dem Namen „Sri Lanka“.