Africa

Afrika Briefmarken mit Inseln

Die frühen Missionare versendeten ihre Briefe über Boten, die diese dann zu Speditionen in Sansibar brachten. In Mombasa und Lamu öffneten 1890 Postämter und nach anfänglichen Aufpreisen auf britische Briefmarken mit Wertigkeiten von 1/2, 1 und 4 Annas, gab die Company Briefmarken heraus, die symbolisch eine Sonne mit einer Krone zeigten und mit IMPERIAL BRITISH EAST AFRICA COMPANY beschriftet waren. Alle diese Marken waren in Annas und Rupien bewertet.

Ein Mangel an Marken zwischen 1891 und 1895 hatte verschiedene Mehrpreise zur Folge und nach der Ausrufung als Protektorat im Jahr 1895 wurden die Briefmarken durch die Aufdrucke British / East / Africa und BRITISH / EAST / AFRICA auf indischen Marken gekennzeichnet. In diesem Zeitraum trat Britisch-Ostafrika auch in den Weltpostverein ein. Wert 2 1/2 annas; Motiv: Victoria, 1896 überdruckte Briefmarke aus Sansibar, 1897


1896 wurde eine Serie von Marken herausgegeben, die Queen Victoria abbildeten und mit BRITISH EAST AFRICA beschriften waren. Diese Briefmarken gingen 1897 zur Neige und Briefmarken von Sansibar wurden, wie viele indische früher, notdürftig überdruckt. Es öffneten außerdem einige Postämter entlang des Uganda Railway.


Im Jahr 1901 verschmolz die Postverwaltung mit der von Uganda und 1903, ein Jahr nach der Zusammenlegung von dem ursprünglichen Territorium und Uganda, gab man Briefmarken mit dem Konterfei von Eduard VII. und der Beschriftung EAST AFRICA AND UGANDA PROTECTORATES heraus. Dieses Design behielt man in dieser Periode durchweg bei, wobei 1904 und 1907 die Wasserzeichen und Farben gewechselt wurden und ab 1912 Georg V. auf den Briefmarken zu sehen war.

 Wiege der Menschheit

Als Out-of-Africa-Theorie (auch: Out-of-Africa-Hypothese) bezeichnet man in der Paläoanthropologie die Annahme, dass die Gattung Homo ihren Ursprung in Afrika hatte (Wiege der Menschheit) und dass sich deren Angehörige von dort über die ganze Welt verbreiteten.


Im ursprünglichen Sinne bezieht sich die Out-of-Africa-Theorie auf das Entstehen und die Ausbreitung von Homo erectus, dessen älteste gefundene Fossilien außerhalb Afrikas rund 1,8 Millionen Jahre alt sind.

Die Bezeichnung wird jedoch häufig auch auf die Ausbreitung von Homo sapiens angewandt.

Belege hierfür sind beispielsweise die Fossilien Omo 1 und Omo 2 sowie die Herto-Schädel aus Äthiopien, die zu den ältesten sicher datierten Nachweisen von Homo sapiens zählen.


Sollten sich, wie heute ein Teil der Forscher annimmt, die in Europa als Homo heidelbergensis klassifizierten Individuen vor mehr als 600.000 Jahren bereits in Afrika von Homo erectus und somit von der zu Homo sapiens führenden Entwicklungslinie getrennt und – von Afrika kommend – Europa besiedelt haben, wäre ihnen „Out-of-Africa II“ zuzuschreiben und der späteren Ausbreitung von Homo sapiens „Out-of-Africa III“.


Die Out-of-Africa-Theorie wird durch zahlreiche Fossilfunde und – in Bezug auf Homo sapiens – auch durch genetische sowie linguistische Befunde gestützt. Sie ist die heute von der Mehrzahl der Forscher vertretene Theorie über die Herkunft des Menschen und bildet seit den 1980er-Jahren den Gegenpol zur veralteten, durch genetische Analysen widerlegten Hypothese vom multiregionalen Ursprung des modernen Menschen. Dieser Hypothese lag die Annahme zugrunde, Homo sapiens habe sich in Afrika, Europa, Australien und Asien – getrennt voneinander – aus einem gemeinsamen Vorfahren der Gattung Homo entwickelt.


Die Entdeckung der 1,85 Millionen Jahre alten Fossilien von Dmanissi sowie der Flores-Fossilien und deren vorläufige Herleitung von Homo erectus hat in Fachkreisen eine Debatte darüber ausgelöst, ob bereits Australopithecus-artige Populationen Afrika verließen, sich außerhalb Afrikas zu Homo erectus fortentwickelten und dieser dann auch Afrika wieder besiedelte